|
Kulturinitiative Begegnungsraum e.V. |
Malen
für Kinder
von 7 bis 9 Jahren
Malkurs für Kinder von 7 bis 9 Jahren
Rot – Gelb – Blau
So wie wir Menschen unseren eigenen Charakter und ein eigenes Temperament haben, so haben es auch die Farben. Da gibt es ein feuriges Rot – ein freudiges Gelb – ein ruhiges Blau.
Um friedlich und harmonisch zusammenzuleben, müssen wir unsere unterschiedliche Temperamente in Einklang bringen. Um ein Bild entstehen zu lassen, müssen wir die verschiedenen Farben zusammenklingen lassen.
Wir empfinden die jeweiligen Farben und experimentieren mit ihnen bis ein Bild entsteht.
Das Ziel unserer Malarbeit kann eine Ausstellung sein.
Kinder und Jugendliche brauchen eine Umgebung, in der sie frei von Zwängen sind und in der sie sich kreativ und phantasievoll entfalten können. Die Ausbildung der schöpferisch-künstlerischen Fähigkeiten hat dabei Priorität.
Durch künstlerisches Üben können auch für andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Kompetenzen erlernt werden. Denn besonders in der Malerei lernt man, sich auf einen Sachverhalt zu konzentrieren, wahrzunehmen, welcher Schritt notwendig ist, Fehler zu riskieren und in Zusammenhängen zu denken und zu handeln.
Dies geschieht nicht theoretisch, sondern im freien Spiel von Farbe und Form.
Der Kurs „Malen für Kinder ab 7 Jahren“ setzt an den drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau an. Die Grundlage bildet Goethes Farbenlehre. Johann Wolfgang Goethe beschäftigte sich mehr als 40 Jahre mit der Farbenlehre. Er fand u. a. heraus, dass jede Farbe ihr eigenes Wesen hat. Ein Rot verhält sich anders als ein Blau oder ein Gelb.
Die Natur der Farben zu erkennen ist nach seiner Ansicht eine Voraussetzung für künstlerische Arbeit.
Für die Arbeit in diesem Malkurs bedeutet das in erster Linie Sehen und Empfinden der Farben und ihrer Eigengesetzlichkeit. Dabei machen wir verschiedene Malübungen mit den Grundfarben.
Dies geschieht in einem simultanen Prozess von Sehen und Malen. Die Farben begegnen sich, berühren sich, überlagern sich. Sie freuen sich miteinander und sie kämpfen gegeneinander und sie bringen neue Farben hervor. Die Farben treten nicht in der geschlossenen Ordnung des Farbkreises auf, sondern die Ordnung der Farben bildet sich im Schaffensprozess neu.
Die Kinder können sich dabei als Gestalter dieser neuen Ordnung erleben, indem sie ihre Empfindung für die Farbe und Form praktizieren. Sie arbeiten sich in die Farbe immer mehr hinein, bis diese immer strahlender und reiner erscheint. Dabei erleben sie auch Polaritäten wie warm – kalt, hell – dunkel und erfahren, dass erst deren Zusammenwirken befriedigend ist und zur Bildgestaltung führt. Mit der Zeit und durch Übung entsteht bei den Kindern auch Motivisches. Sie lernen die Farbe ihrem Charakter gemäß einzusetzen bzw. nehmen sie wahr, welche Farbe der anderen dient. Sie lernen die Komplementärfarben kennen.
Dies wird ihnen nicht theoretisch vermittelt, sondern sie erfahren es im Tun. Das regt die schöpferischen Kräfte an und der Prozess bleibt lebendig.
In diesem Kurs soll Wesentliches von Tieren malerisch ausgedrückt werden. Dabei helfen die verschiedenen Farben mit ihrem Eigenwesen.
Vorbilder aus der Kunstgeschichte können uns ein wenig Anregung bieten.
Gemalt wird mit Aquarellfarben, Wachsmalstiften, Pastell- und Ölkreiden
Eine kindgemäße museumspädagogische Führung soll dieses Anliegen unterstützen.
Wir nehmen als Grundlage die Farben Rot, Gelb und Blau und lassen uns von Vorbildern – Alten und neuen Meistern – und Bildern in der Natur anregen für eigene Werke.